Eigentlich entstand unsere Idee recht spontan… mein Mann hat seinen Job gekündigt und wir haben gedacht: Entweder jetzt oder nie. Die Abenteuerlust hatten wir schon länger und wir sind vor und auch mit den Kindern (9/7/4 Jahre alt) schon sehr viel gereist.
Aber nun die Frage: Wie lange gehen wir am Stück? Dürfen wir die Kinder aus der Schule nehmen? Sollen wir das Haus vermieten? Was ist mit meinen Jobs?
Die Schule (Lehrer und Schulbehörde) haben unsere Idee von Anfang an unterstützt, ohne Probleme bewilligt und danach ging die Organisation los. In 4.5 Monaten einmal um die Welt. Die ganze Weltreise war in etwa 3 Wochen organisiert, da bin ich sehr zackig… :-)
Alle Flüge und teilweise Hotels gebucht, Camper reserviert, Visa eingeholt…
Meinen 25%-Job in der Buchhaltung/HR einer kleinen Firma konnte ich vorher schon oft Remote machen. Da meine Chefin die Idee einer Weltreise toll fand, bekam ich die Erlaubnis, die ganzen 4.5 Monate von unterwegs zu arbeiten.
Etwas mehr Planung brauchte es mit meinem anderen Job: Ich bin seit vielen Jahren als Flugbegleiterin für eine Schweizer Airline unterwegs. Zum Glück konnte ich ohne Probleme zwei Monate abwesend sein, aber musste im 3. Monat dann wieder Flüge absolvieren, um meine Lizenzen wegen zu langer Abwesenheit nicht zu verlieren. Daher bin ich immer wieder in die Schweiz gependelt, um das alles zu erfüllen und mein Mann und die Kinder blieben im Ausland. Teilweise bin ich dann als Crew wieder zu ihnen gereist, was ein wenig surreal war… plötzlich wieder als Crew (noch in der Uniform) auf dem Campingplatz zu stehen… :-)
Mit viel Schulmaterial und dem Laptop im Gepäck, startete also unsere Reise auf der Insel Phuket: Mit schönen 28 Grad, ersten Tuktuk-Fahrten, feinem Thai-Essen und dann schon dem ersten Schulunterricht unserer Kinder.
Es war Songkran – da wird im Buddhismus das neue Jahr begrüsst. Und das alte mit viel Wasser verabschiedet. Überall waren Leute draussen, um mit Wasserpistolen, Eimern, Gartenschläuchen einfach alles und jeden nass zu spritzen. Kaum aus dem Hotel raus, waren wir tropfnass. Zum Glück war es warm und die Kids fanden es sehr lustig.
Allerdings mussten wir dann lauter nasse Sachen einpacken für unseren Weiterflug nach Bangkok, was ich nicht mehr ganz so lustig fand.
Mit einem total dekorierten Taxi (sehr zur Belustigung der Kids) sind wir zuerst einmal ins falsche Hotel gefahren. Nach dem das geklärt war, hatten wir riesig Lust, die Stadt zu entdecken. Wir haben einige Paläste besucht, mit und ohne Buddha-Statuen, haben die Warane im Lumpini-Park gesehen, sind über Ratten gestiegen, haben tolle Restaurants gefunden, sind mit dem Riesenrad gefahren und dem Boot den Chao Phraya rauf und runter. Danke GoogleMaps und KI konnten wir uns ohne Probleme mit der U-Bahn und Skytrain in der ganzen Stadt bewegen. Und obwohl wir überzeugt waren, das es uns als erfahrenen Reisenden nicht passiert, sind wir mit einem Tuktuk-Fahrer in der Schneiderei seines Cousins gelandet und konnten uns gerade noch vor einem neu geschneiderten Anzug retten. Wir waren total begeistert von Bangkok und wären auch noch länger geblieben.
Dann gings aber schon weiter nach Australien! Mitten in die wunderschöne Stadt Sydney.
Für eine Woche hatten wir ein tolles Apartement gleich beim Hafen. Wir konnten alles zu Fuss auskundschaften und haben viele tolle Playgrounds entdeckt. Unser Ältester vermisste das Fussball spielen und so waren wir oft draussen im Park. Den Fussball mussten wir allerdings erst in einem Sportgeschäft neu aufpumpen lassen, da die Fluggesellschaft den Ball im Handgepäck als Sicherheitsrisiko beurteilt hat und die Luft rausliess (komischerweise erst beim 3. Flug).
Natürlich besuchten wir auch die Sehenswürdigkeiten von Sydney: das Opernhaus, die Harbour Bridge und den Taronga-Zoo. Wir finden aber auch immer Zeit für die Schulaufgaben der Kinder, meine Remote-Arbeit und schlenderten gemütlich durch ruhige Quartiere. Ein toller Start in Australien!
Und dann ging’s endlich los mit dem Wohnmobil!
Bei Regenwetter konnten wir unser «Fahrendes Zuhause auf Zeit» abholen.
Dann hiess es zuerst einmal Gross-Einkauf und noch ein Stückchen fahren bis zum ersten Campingplatz in Wollongong. Da es so stark geregnet hat, turnten die Kinder im Camper herum und konnten nicht nach draussen...
In meiner Vorstellung hatte ich mir das Einrichten unseres Wohnmobils immer schön und gemütlich vorgestellt, mit Kindern die draussen spielen… leider war damit nichts und meine Nerven wurden leicht überstrapaziert.
Wir gewöhnten uns dann aber schnell ans Leben im Wohnmobil und hatten bald einen schönen Rhythmus zwischen fahren, erleben, lernen und arbeiten.
Letzteres genoss ich sehr, irgendwo in Australien mit dem Wind in den Haaren draussen sitzen, meine Mails beantworten… einfach unbeschreiblich.
Wir sind dann der Küste nach über Stockton Beach bis Bonny Hills nach Coffs Harbour.
Da lebten Känguruhs (sehr zur Freude unserer Kinder) direkt auf dem Campingplatz.
Dann zog’s uns weg von der Küste und ab ins Inland. Durch Regenwälder, an vielen Farmen vorbei und überall sahen wir Känguruhs. Manchmal mehr als andere Autos.
Wir übernachteten auf einer Farm und in einem Hippie-Dorf, bevor wir nach Brisbane fuhren.
In Brisbane genossen wir zwar das Leben am Beach, den vielen Surfern zuzuschauen und das EasyGoing… aber meinen Mann zog es eher wieder ins Inland. Da wir unsere Campingplätze nur jeweils 1-2 Tage vorher buchten, googelte er, und fand Toowoomba. Noch nie gehört! Aber ok, wir fuhren los!
Toowoomba liegt in einer wunderschönen Gegend mitten im Nirgendwo. Hat aber doch 135000 Einwohner!
Zwischen unseren langen Fahrten versuchten wir immer wieder, Zwischenstopps für unsere Kinder (Spielplatz) aber auch für uns (ein Kaffee in Ruhe, ohne 1000 Mal die Frage zu hören, wie lange es noch geht….) einzubauen.
Es sind gewaltige Distanzen und jede Gegend komplett anders. Wir fühlen uns mittlerweile total wohl in unserem fahrenden Haus und es ist kein Tag langweilig.
Auf unserem Weg ins Landesinnere haben wir die ersten Roadtrains gesehen – riesige Trucks mit mehrerern Anhängern, welche bis zu 53m lang sein dürfen.
Als diese uns dann mit einer hohen Geschwindigkeit entgegendonnerten, blieb uns manchmal fast das Herz stehen.
In Chinchilla mussten wir uns natürlich auch die absolute Sehenswürdigkeit ansehen: ein überdimensionaler Schnitz Wassermelone. Lustigerweise blieb unseren Kindern die Melone mehr in Erinnerung als manch andere bekannte Sehenswürdigkeit! :-)
Nach Chinchilla gings während einer 4-stündigen Fahrt mitten in den Nationalpark Cania Gorge. Leider hats während diesen Tagen immer geregnet und es war eine Herausforderung, mit den stets schmutzigen Kinderfüssen die rein und raus rennen, den Camper einigermassen sauber zu halten. Wir sind trotz schlechterem Wetter viel draussen gewesen – haben eine Wanderung zu alten Höhlen gemacht und für die Kinder war das riesige Jumping Pillow der Knüller.
Rund um den Campingplatz hat es viele farbige Vögel und Kakadus. Auch Känguruhs hatten wir täglich zu Besuch.
Andere Camper hatte es wenig, was mir dann doch etwas zu einsam war. Meinem Mann konnte es aber nicht Outback genug sein - und so führte uns unsere Route auf dem „Australia‘s Country Way“ quer durchs Land auf unseren bisher schönsten Campingplatz. Ein totaler Outdoor-Traum: Lagerfeuer, Pferde, Fleisch direkt ab Hof auf den Grill – einfach unvergesslich!
Zwischendrin bauten wir immer wieder Pausen ein, liessen die neuesten Eindrücke Revue passieren und mussten endlich wieder einmal unsere Wäsche waschen nach so viel Staub. Ich konnte dank endlich wieder einmal gutem WLan arbeiten und mein Mann wurde eingeteilt, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen :-)
Bei tropischen Temperaturen verbrachten wir ruhige Tage in Airlie Beach. Es war auch in der Nacht noch 21 Grad und nichts mehr mit Abkühlung. Diese gabs nur im Pool, was wir alle sehr genutzt haben.
Durch riesige Zuckerrohr-Plantangen und über einsame Highways fuhren wir bis Charters Towers. Wir haben nichts erwartet und waren sehr überrascht über diese Stadt, welche Ende 19. Jahrhundert während dem Goldrausch entstanden ist. Nach einem ersten Goldfund in der Nähe, florierte die Stadt, hatte sogar eine eigene Börse und zu Spitzenzeiten 27000 Einwohner. Heute sinds noch ca. 8000 aber man sieht überall noch den Reichtum und die schönen Gebäude der damaligen Zeit.
Mittlerweile waren wir so richtig drin im Camper-Life: von allem etwas weniger (sei es Geschirr, Kleider, Spielsachen) aber unendlich viel Zeit für neue Erlebnisse! Die Kinder und auch wir als Eltern konnten uns gar nicht mehr vorstellen, wieder in unserem Haus zu leben! Besonders der «Haushalt» war immer in 5 Minuten gemacht, was uns natürlich viel mehr Zeit für anderes verschaffte.
Die grösste Herausforderung allerdings war das Einkaufen. Mit unserem grossen Camper fanden wir oft nur schwer einen Parkplatz.
Was uns auch öfters auffiel, war, dass Restaurants oder Läden zwar auf GoogleMaps eingetragen waren und als wir dann davor standen, gab es dieses nicht mehr.
Nur noch ein Schild „Closed until further notice“ erinnerte daran, das wir grundsätzlich schon richtig waren. Dies machte es ein wenig zur Challenge für uns… besonders mit drei hungrigen Kindern brauchte es dann schnell einen Plan B.
Weiter gings nach Talaroo Hot Springs – ein Highlight unserer Reise! Wir sind 5 Stunden ins Outback gefahren, teilweise wirklich auf Schotterpisten und ich hatte mehr als einmal Angst um unsere Pneu’s. Alle zwei Stunden kam uns ein anderes Auto entgegen, mehr nicht. Am Strassenrand sahen wir unzählige tote Känguruhs, welche vor ein Auto oder Roadtrain gehüpft sind und ….
Das Talaroo-Camp befindet sich auf Aborigine-Gebiet und wird sehr herzlich geführt.
Total in der Wüste, null Telefonempfang, ganz wenig WLAN an der Rezeption.
Wir hatten wunderschöne Abende unter klarem Sternenhimmel und die Kinder immer andere zum spielen.
Während einer Tour zu heissen Quellen haben wir viel übers Leben der Aborigines und Naturheilkunde gelernt. Die Kinder haben darüber Videos aufgenommen und als Vorträge an ihre Klassenkameraden gesendet.
Nach einem kurzen Stop im touristischen Kuranda gings weiter an den Beach in Palm Cove!
Allerdings haben wir uns nach dem Entdecken der Warnschilder (Achtung Qualle und Krokodil!) nicht mehr getraut im Meer zu baden… Wir verbrachten sehr tropische Tage und noch tropischere Nächte (mit 26 Grad nachts um 2.00). Danach gings an unsere letzte Destination in Australien: Cairns.
Hier haben wir die letzten Tage in Australien verbracht. Wir sind täglich mit dem Bus ins Zentrum, haben in der Esplanade gebadet, den Pelikanen zugeschaut und gepackt. Nach so vielen Wochen im Camper war es ein ganz komisches Gefühl, diesen abzugeben. Wir haben eine unglaublich schöne und abenteuerliche Zeit in Australien verbracht und werden bestimmt wieder kommen. Aber zuerst einmal gings über Nacht weiter nach Neuseeland.
Kia ora - willkommen in Neuseeland! Wir haben Freunde in Christchurch besucht und sind mit ihnen zusammen an die Westküste rüber. Dabei sind wir durch unterschiedlichste Landschaften gefahren und bekamen einen ersten Eindruck von der Vielfältigkeit Neuseelands.
In Hokitika haben wir übernachtet, Bier degustiert, sind durch wilde Wälder spaziert und haben Gold geschürft. Die Kinder haben vollen Einsatz gezeigt und wir haben tatsächlich Gold-Flakes gefunden. Aber vorallem das Erlebnis wird uns unvergessen bleiben.
Danach gings für uns weiter nach Punakaiki zu den Pancakes Rocks. Steinformationen vom Wind und Wasser geformt, welche aussehen wie gestapelte Pancakes.
Da keine Saison war und es eher kühl, mussten wir alle unsere Kleider anziehen, welche wir dabei hatten. Teilweise bis zu 5 Schichten übereinander. Zum Glück habe ich im letzten Moment den Kindern noch die Gilets (vakuumiert) eingepackt. Vorteil der Nebensaison waren die wenigen Touristen und das wir die schönsten Unterkünfte für wenig Geld buchen konnten. Ein Cottage war schöner als das andere!
In Nelson toppte die Unterkunft alle bisherigen. Wir hatten eine Maisonnettewohnung mit wunderbarer Sicht über die Tasman Bay. Mit Feldstecher beobachteten wir die Frachtschiffe, welche den Hafen von Nelson ansteuerten. Bei Regenwetter nutzen wir das schöne Zuhause für das Nachholen der Schulaufgaben, viel Arbeiten für meinen Bürojob und einfach «sein»…
Der Ostküste entlang fuhren wir bis Kaikoura und dann weiter nach Hanmer Springs in die Thermalbäder. Die Fahrt war total abwechslungsreich mit Gebirge, Wälder, viele Farmen und Weingütern am Meer entlang. Teilweise war der Sand schwarz und dann wieder ganz hell.
Zurück in Christchurch (Prebbleton) verbrachten wir die letzten Tag in Neuseeland mit unseren Freunden in Indoor-Spielparadiesen, im Kino und beim Fussball. Wir fuhren nach Sunmer und schauten den Surfern zu und lernten die tollste Bibliothek kennen, wo die Kinder zwischen Büchern Lego spielen konnten und es für jeden was dabei hatte.
Unser Fazit von Neuseeland: Wir sind begeisteret von dieser Vielfalt!
Nach der kühlen Zeit auf Neuseeland, flogen wir weiter nach Hawaii um uns wieder aufzuwärmen. Aloha aus Oahu! Das hätten wir vor 10 Jahren in den Flitterwochen auch nie gedacht, das wir mal mit drei Kindern wieder hier sein werden.
Via Auckland sind wir nach Honolulu geflogen und haben dabei die Datumsgrenze passiert. Dabei haben wir 22 Stunden gewonnen. Wir sind abends um 18.00 Uhr in Christchurch abgeflogen und am selben Tag wieder morgens um 8.30 Uhr in Honolulu gelandet. So hatten wir denselben Tag nochmals, nur etwa 30 Grad wärmer… :-)
Das fanden wir alle spannend und die Kinder erzählen noch heute davon.
In Waikiki verbrachten wir lustige und spannende Tage am Strand und düsten mit dem Waikiki Trolley herum. Die Kinder übten mit den SUP’s und wir genossen die Wärme und das Insel-Feeling bei feinen Cocktails und Glacé.
Durch diverse Flugverschiebungen verkürzte sich unser Aufenthalt auf Oahu leider und wir flogen 2 Tage früher als geplant weiter nach Kanada. Die einzige andere (zahlbare) Möglichkeit wäre gewesen, 2 Tage später zu fliegen - aber da wir ab Vancouver wieder einen Camper gebucht hatten, war das auch nicht praktisch.
Daher landeten wir nach 5.30h Flugzeit in Vancouver, was wir von früheren Besuchen schon bestens kannten.
Die Kinder machten die ganze Reiserei mit Warten, Fliegen, wieder warten, Immigrations etc. unglaublich gut mit. Sie fühlten sich überall schnell wohl und auch die Zeitverschiebungen haben sie gut weggesteckt. Auf den Flügen haben sie immer geschlafen oder das Inflight Entertainment rege genutzt. Ich empfand lediglich das ständige Packen als anstrengend und fordernd, aber nie die Kinder.
Dann begann der Roadtrip durch British Columbia in unserem TruckCamper mit SlideOut! Genug Platz für drei Kinder dank herunterfahrbarem Bunkbett. Wir waren total begeistert!
Bei der Campervermietung trafen wir meine Eltern, welche nach ihrem USA-Trip noch 10 Tage mit uns durch die Rockies reisten. Und dann kam noch ein dritter Camper: Mein Bruder mit Familie, welche auf Vancouver Island lebt, hat sich uns ebenfalls noch angeschlossen. So zogen wir (wie früher die Siedler, welche durchs Land zogen) mit drei Campern hintereinander los…
Unser erster Stop war in Whistler (ein Klassiker jeder Camperreise durch Kanadas Westen) und die Jungs konnten biken was das Zeug hält.
Es ging auf eine wunderschöne Fahrt durch die Rocky Mountains bis Juniper Beach. Wir campten auf einem Provincial Park direkt am Fluss und alle 15 Minuten fuhr ein Zug durch.
Danach gings weiter bis zum Shuswap Lake mit diversen Stops in dieser tollen Gegend.
Und weiter auf dem Trans Canada Highway 1 bis Revelstoke. Da verbrachten wir einige Tage mit klettern, Rodelbahn und gemütlichen Abenden am Lagerfeuer.
Unsere Reisegruppe trennte sich und wir fuhren bis Lake Louise, um auf einem total einsamen Campingplatz mitten im Wald zu übernachten. Ohne Strom und Wasser, eben so richtig campen…
Nach Banff gings bis kurz vor Calgary. Da hiess es für mich, packen! Ich musste zurück nach Zürich fliegen, um einen Flug ab meiner Homebase Zürich zu absolvieren. Meine Eltern sind auf demselben Flug zurück in die Schweiz geflogen…
Schlauerweise habe ich extra einen 3-Nächter Calgary eingegeben, so war ich nach knapp 48h wieder zurück bei meiner Familie, welche währenddessen die Zeit rund um Calgary verbracht hat. Es hat alles super geklappt und als ich (diesmal als Crew) in Calgary im Hotel ankam, warteten sie schon auf mich. Kurz umziehen und schon gings mit dem Uber auf den Campingplatz. Eigentlich wäre auch mein Bett im schönen Hotel verlockend gewesen, aber was tut man nicht alles… :-)
Zusammen sind wir dann bis Vernon im Okanagan Valley gefahren. Die Wein- und Früchtegegend in British Columbia ist wirklich sehenswert!
Nach zwei Nächten im Camper haben mich mein Mann und die Kids zum Flughafen Kelowna gefahren. Von da flog ich alleine zurück nach Calgary, damit ich 24h später wieder ready war als Crew für den Rückflug nach Zürich. Dies ist jeweils Bedingung bei Langstreckenflügen – man darf während dem Layover ziemlich viel unternehmen, aber 24h vor dem Rückflug muss die ganze Crew wieder in der Stadt sein.
Mein Mann und die Kinder fuhren währenddessen mit dem Camper Richtung Hope und weiter nach Vancouver. Während ich also in die Schweiz flog, war die restliche Familie sehr relaxt unterwegs.
Da mich mein Flugplan zufälligerweise gleich nochmals als Crew nach Vancouver führte, habe ich meine Liebsten schon einige Tage später wieder in Vancouver getroffen. Mit dem Uber fuhr ich direkt vom Flughafen zu ihnen auf den Campingplatz in Tsawassen. Leider war ich nur für eine Nacht da, aber konnte mithelfen, den Camper abzugeben und das Mietauto zu holen. Es war wirklich perfektes Timing, denn das Umziehen wäre für meinen Mann alleine mit drei Kids doch etwas zu kompliziert und stressig geworden...
Als wir dies erfolgreich gemeistert haben, flog ich als «working crew» wieder zurück in die Schweiz und sie mit dem Mietauto auf die BC Ferry und ab nach Vancouver Island. Für die letzten drei Wochen hatten wir noch ein AirBnB in Cumberland, etwa eine Stunde nördlich von Nanaimo. Die Gegend kannten wir schon sehr gut und es war wie nach Hause kommen.
Nach dem ich in der Schweiz kurz im Büro vorbeigeschaut habe, mit meiner Chefin die Budgetplanung besprochen und alles Dringende erledigt hatte, flog auch ich wieder nach Kanada. Diesmal allerdings als Passagier. Mit Flugzeug und dann Wasserflieger hiess es auch für mich, ab auf die Insel.
Es war eine crazy Planung aber hat alles top funktioniert. Dabei gab es wirklich einige Tage, an denen ich täglich an einem anderen Ort erwachte. What a crazy life!
In Cumberland waren die Kinder oft auf dem Bike - die Helme und Ausrüstungen habe ich bei meinen Hin- und Her-Flügen nach Kanada transportiert (und die Wintersachen aus Neuseeland in die Schweiz). Wenn sie nicht auf dem Bike waren, dann auf dem SUP. Wir waren täglich am und auf dem Meer und an den vielen Stränden.
Auf den schönen Holzwegen beim Mt. Washington sind wir gewandert und am Gartley Beach gabs viele gemütliche Aperos zum Feierabend. Mit der Fähre sind wir nach Hornby Island, was einen wunderschönen Abschluss unserer Reise darstellte.
Viel zu schnell ging unsere Weltreise zu Ende. Wir durften eine sehr tolle Zeit verbringen und die Kids haben super Englisch gelernt. Den Schulstoff haben sie mit links absolviert und konnten wieder in ihre normalen Klassen einsteigen.
Wir sind zurück in die Schweiz geflogen mit ganz vielen wunderschönen, lustigen, schönen und aufregenden Erlebnissen im Gepäck. Und vielen Erinnerungen und Inspirationen für zukünftige Reisen, welche bestimmt folgen werden.