Planung

Vorfreude ist die schönste Freude! Aber es braucht eine gute Planung um eine möglichst stressfreie Reise zu erleben. Im Chaos einer Reise mit Kindern passiert noch genug Unvorhergesehenes, daher bin ich froh, um alles was bereits vorher organisiert ist und dann (hoffentlich) reibungslos klappt. Ansonsten: Improvisieren! :-)

Falls jemand Hilfe, Beratung oder einfach jemanden zum Austauschen braucht, schreibt doch ein Mail an info@cabinandkids.com - ich helfe euch gerne! 

Schule unterwegs

Wir haben während unserer 4.5 Monats-Reise die Kinder selber unterrichten dürfen. Da wir die Lehrer frühzeitig ins Boot geholt haben, wurden wir da super unterstützt. Ich bekam eine Zusammenstellung der Bücher, die ich bestellen soll und einige Blätter ausgedruckt mit. Dann haben wir täglich besprochen, zu was die Kinder Lust haben und dann immer wieder daran gearbeitet. Manchmal an einem Regen-Tag mehr und an einem Ausflugs-Tag weniger… Die grösste Herausforderung war, jedem auf diesem engen Raum genug Ruhe zum arbeiten und nachdenken zu verschaffen. Da die Kinder natürlich immer wieder Fragen hatten, konnte ich es vergessen, während der «Schul-Stunde» zu arbeiten. Das war am Anfang meine Illusion. Sie lernen, ich arbeite… aber das ging nicht lange gut. Wir haben uns dann bewusst Zeit für die Schulstunden genommen und die Kinder haben super mitgemacht. Sie konnten ohne Probleme wieder in ihre regulären Klassen einsteigen. 

Packen für 5

Es ist soooo befreiend mit wenig zu reisen! Wir hatten nie Disskussionen, welche Hosen nun am besten passen, da wir pro Kind nur 2 dabei hatten. Schuhe mussten wir zwischendrin neue kaufen, da die alten durchgelatscht waren. Oder vom vielen verregnet werden, einfach so schrecklich gestunken haben!

 

Reisen mit drei Kindern und wenig Gepäck ist absolut machbar und befreiend. Der Schlüssel liegt meiner Meinung nach in durchdachter Organisation. Hier meine Tipps:

 

Minimalistisches Packen: funktionale Kleidung (Zwiebelprinzip), Nutzen von Waschmaschinen vor Ort (Waschpulver als Streifen von blue, braucht keinen Platz und riecht super! Und ist zudem auch als Handwäsche möglich)

 

Packwürfel & Organisation: Nutzt Packwürfel, 2 Paar Hosen, 3-4 T-Shirts… es braucht so wenig, wenn man immer wieder waschen kann. Die Packwürfel sind super praktisch und es ist immer schnell gepackt.

 

Kleidung vakuumieren: Für Teile, die man nicht während der ganzen Reise braucht. Spart wahnsinnig Platz. Wir haben die Gilets vakuumiert gehabt und nur im Winter in Neuseeland ausgepackt.

 

Kinder einbinden: Jedes Kind bekommt einen eigenen kleinen Rucksack für Spielzeug/Bücher, was Eigenverantwortung fördert. Mehr Spielzeug braucht es nicht – man ist ja sowieso meist draussen und es wird gespielt, mit dem was man findet.

 

Falls ihr für eure nächste Reise Inspiration zur Gepäck-Organisation braucht, schaut euch doch mal meine tollen Artikel an!

 

Welcher Camper passt zu uns?

Die Wahl des richtigen Campers entscheidet darüber, ob euer Familienurlaub entspannt wird oder in Stress ausartet. Wenn du mit Kindern reist, stehen Platzmanagement, Sicherheit und praktische Abläufe an erster Stelle.

 

Wir haben euch unsere persönlichen Punkte aufgelistet und hoffen es hilft bei der Wohnmobil-Planung!

 

Wohnmobil mit oder ohne Alkoven: Der Klassiker für Familien. Ein grosses Doppelbett und ein festes Bett über der Fahrerkabine. Je nach dem wie gross das Wohnmobil ist, ist auch noch die Essecke umbaubar. Dies spart Platz, aber man muss jeden Abend zuerst umbauen, was mit den Kindern anstrengend sein kann.

 

Unsere Kinder liebten es, sich nach oben in den Alkoven zurückzuziehen, auch mal tagsüber. Dieser Camper hat meist eine recht komfortable Küche, einen grossen Kühlschrank und bietet am meisten Stauraum.

 

Aber Achtung: Viele Wohnmobile haben auf der Rückbank nur zwei Dreipunkt-Gurten. Oder nur 1-2 Sitze mit Isofix. Wenn ihr wie wir mit drei Kindern unterwegs seid, reicht das bekanntlich nicht. Ihr müsst genau abklären, ob entweder ein Kind schon vorne sitzen darf oder ob das Älteste mit «nur» einem Beckengurt rückwärts fahren darf.

 

Das Bad ist entweder mit separater Dusche oder integriert über der Toilette. Beides geht, auch mit Kindern. Natürlich ist es einfacher, wenn das Frischwasser direkt angeschlossen ist. Ansonsten ist mit Kindern der Wassertank sehr schnell leer und da eignet sich die Dusche auf dem Campingplatz wohl eher…

 

 

Truck Camper: Diese wirken moderner und fahren sich oft angenehmer. Auf der Rückbank hat es drei normale Sitze auf denen drei Kindersitze nebeneinander Platz finden.

 

Meist sind sie mit einem grossen Doppelbett und einem herunterfahrbaren Hubbett, was den Wohnraum abends einschränkt. Wir konnten nicht mehr am Tisch sitzen, wenn das Bett heruntergefahren war. Das heisst, auch am Morgen gibts erst Frühstück wenn das Kind im Hubbett wach ist… :-)

 

Meist hat es in diesen Truck Campern ein super ausgestattetes Bad und eine Küche mit grossem Kühlschrank.

 

Ein Nachteil ist sicher, dass es keinen direkten Zugang vom Auto zur Camperkabine hat. Man muss jedes Mal zuerst die Treppe herunterlassen, und dann von hinten in den Camper einsteigen. Mit Slide-Out muss dieser zuerst ausgefahren werden, um in die Kabine zu können. Geht alles, braucht einfach mehr Zeit.

 

Campingbus / Kastenwagen: Kompakt und wendig, aber bei schlechtem Wetter mit Kindern schnell sehr eng. Ideal für kleine Familien, die viel unterwegs sind. Die Küche ist meist (wenn überhaupt) sehr kompakt und ein Bad hat es meist keines. Da wäre eine mobile Toilette eine Möglichkeit für während der Nacht.

 

Ihr seht, es gibt so viele verschiedene Varianten um mit Kindern zu campen... viel Spass beim Ausprobieren!