Seit 16 Jahren bin ich als Cabin Crew auf der ganzen Welt unterwegs - und ich liebe es! Es ist so unglaublich abwechslungsreich und spannend! Ich hätte nie gedacht, dass ich dies mit 3 Kids immer noch mache - und muss ehrlich sagen, ohne meine Familie wäre dies unmöglich. Oft bin ich 3-4 Tage irgendwo auf der Welt.
Am Morgen noch zu Hause und im Familienleben, gegen Mittag ziehe ich meine Uniform an und wechsle die Rolle. Manchmal schon crazy!
Dann erwache ich am nächsten Morgen in der Karibik an einem weissen Sandstrand oder gehe in einer pulsierenden Grossstadt frühstücken, geniesse meine me-time - und zu Hause läuft der Alltag weiter... Ein totaler Spagat zwischen zwei völlig verschiedenen Welten.
Ohne Organisation und Einsatz von allen wäre dies unmöglich.
Ich komme jeweils mit viel frischer Energie und vielen neuen Ideen zurück. Und wann immer wir es einrichten können und es mit den Schulferien (oder Jokertagen) passt, begleiten mich die Kids auf die Langstrecke. That's a lot of fun!
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Reisen mit Kindern ist wie das Leben durch eine Lupe zu betrachten: Alles wird intensiver, bunter und ein bisschen chaotischer. Es ist die pure Lust daran, die Welt nicht nur zu sehen, sondern sie gemeinsam mit den Kindern neu zu entdecken.
Wenn wir mit Kindern verreisen, geht es nicht um das perfekte Foto oder das Abhaken von Sehenswürdigkeiten. Es geht um den Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal den feinen Sand durch die Finger gleiten lässt oder mit riesigen Augen vor einem richtigen Känguruh steht. In diesen Augenblicken wird die Welt zu einem riesigen Klassenzimmer ohne Wände. Solche Momente haben uns immer wieder fasziniert und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Kinder lehren uns, das Tempo drosseln. Während wir Erwachsenen schon zum nächsten Highlight hetzen wollen, entdeckt das Kind eine schillernde Eidechse am Wegesrand oder ist fasziniert von einem neuen Spielplatz. Diese Neugier ist ansteckend. Sie erinnert uns daran, dass das Abenteuer oft im Detail liegt.
Ja, Reisen mit Familie ist manchmal anstrengend – der Jetlag, die vergessene CD, die endlose Fahrt. Doch genau diese Herausforderungen schweissen zusammen. Wir lernen als Team zu funktionieren, improvisieren gemeinsam und lachen über Missgeschicke, die zu unseren besten Geschichten werden. Lustigerweise sind es wirklich jene Situationen, an welche sich die Kinder heute noch erinnern.
Ihnen die Welt zu zeigen bedeutet, ihnen Wurzeln und Flügel zugleich zu geben. Wir schenken ihnen die Gewissheit, dass die Welt gross, vielfältig und voller unglaublicher Sachen ist. Und am Ende kehren wir nicht nur mit Souvenirs zurück, sondern mit ganz vielen Erlebnissen und tollen Erinnerungen.
Die totale Freiheit vs. die Realität
Ich liebe es Remote zu arbeiten und es ist ein Luxus, wenn man es darf. Irgendwo an der Wärme, den Wind in den Haaren arbeiten dürfen, unbezahlbar! Mein Stresslevel stieg nur, wenn das WLAN wieder einmal mehr nicht funktionierte... Falls ihr euch das auch überlegt, habe ich hier mal die Pro und Contras aufgelistet:
Die Pro-Seite: Freiheit pur
Ortunabhängigkeit: Ob im Coworking-Space in Sydney, im Camper am Strand oder einfach im Homeoffice – du arbeitest dort, wo du dich wohlfühlst. Ohne Arbeitsweg…
Work-Life-Blending: Du kannst deine Pausen so legen, dass sie zu deinem Leben passen. Erledigungen oder Sport sind zwischendurch möglich, solange die Deadline steht.
Finanzielle Sicherheit: Trotz maximaler Flexibilität geniesst du die Sicherheit einer festen Lohnzahlung, was den Druck im Vergleich zum Freelancing massiv senkt.
Kein Pendelstress: Du sparst wertvolle Lebenszeit und Nerven, da der Weg zur Arbeit wegfällt.
Die Contra-Seite: Die grössten Hürden
Die WLAN-Falle: Ohne stabiles Internet geht nichts. Auf Reisen wird die Suche nach schnellem Netz oft zur grössten Stressquelle und kann die Produktivität lähmen.
Lautstärke & Fokus: Kinder im Hintergrund oder eine laute Umgebung machen konzentriertes Arbeiten extrem schwierig. Es braucht die Mithilfe des Partners und oft gute Noise-Cancelling-Kopfhörer.
Verschwimmende Grenzen: Wenn die Arbeit „immer dabei“ ist, fällt es schwer, wirklich Feierabend zu machen. Die Gefahr ist hoch, auch spät am Abend noch schnell die Mails zu checken.
Fazit: Remote Work während des Reisens ist ein Privileg, erfordert aber ein extrem hohes Mass an Selbstorganisation und die richtige Technik-Ausrüstung. Aber absolut möglich und eine Chance!
Diese Frage wird mir oft gestellt...
Ein sehr aufregendes, abwechslungsreiches Leben, das auf dem Monats (Flug-)-Plan basiert und von Monat zu Monat geplant wird… Wir schauen oft die Destinationen auf unserem Globus nach, damit die Kinder wissen, wohin ich fliege. Auch erzähle ich ihnen darüber vor und nach dem Layover. Da sie selbst schon an vielen Orten gewesen sind, verstehen sie auch immer besser, was ich mache und wo ich gerade bin. Das ist schon sehr cool! Ja aber mit dem immer wieder Tschüss-Sagen für ein paar Tage hat vorallem unsere Tochter manchmal Mühe. Zum Glück gibts ja Whatsapp Calls und wir können uns immer wieder hören und sehen.
Die Freude, wenn ich zurück bin, ist dann aber ganz schön zu erleben.
Ich würde unsere Kids als sehr offen und unkompliziert beschreiben. Dies kommt sicher auch davon , dass sie früh recht selbständig sein mussten.
Betreut werden sie nur von vertrauten Bezugspersonen und nicht Fremd-Betreut. Dies bedarf einiges an Organisation aber klappt grundsätzlich super gut.